Dein Weg ins Cockpit

Das Auswahl-

verfahren

Pilot ist kein Beruf wie jeder andere – deshalb steht vor der Ausbildung ein Auswahlverfahren, in dem die Eignung der Kandidaten für den Einsatz bei der Airline überprüft wird. Mit der Teilnahme am Auswahlverfahren gehst du keinerlei Verpflichtungen ein und es entstehen keine Kosten für dich. Erfahre hier, was dich erwartet.

Jeder wächst daran

Eine Challenge, die dich weiterbringt

Bei der European Flight Academy sehen wir das Auswahlverfahren als Herausforderung, der man mit sportlichem Ehrgeiz begegnen sollte – denn jeder, der teilnimmt, wächst daran. Alle Kandidaten teilen den Traum, schon bald im Cockpit einer Airline zu arbeiten. Dafür stellst du dich ganz neuen Aufgaben und findest dadurch einiges über deine Stärken und Schwächen heraus. Wenn du die Grundvoraussetzungen erfüllst und vom Fliegen träumst, der solltest du dich unbedingt bewerben – oder willst du irgendwann sagen, du hättest es nicht versucht?

Auswahlstufe 1

DIE BERUFSGRUnd­UNTERSUCHUNG

Das Auswahlverfahren für unsere Pilotenausbildung ist zweistufig und unterscheidet sich inhaltlich je nach Ausbildungsgang in einigen Details. Der erste Schritt ist die Berufsgrunduntersuchung (BU) und sie beinhaltet genau das: Es soll festgestellt werden, ob du die grundlegenden Fähigkeiten besitzt, die es braucht, um im Cockpit zu arbeiten. 

 

Die „Berufsgrunduntersuchung“ dauert 1 Tag. Welche Schritte du dabei durchläufst, siehst du in der Grafik unten. Im Bereich technisch-physikalisches Grundwissen geht es beispielsweise um deine Kenntnisse in Elektrotechnik, Mechanik sowie Wärme- und Strömungslehre. Im Englisch-Teil punktest du mit deinem Wortschatz und Grammatik-Know-how. Beides wirst du im Cockpit brauchen. Als Pilot musst du zudem gut rechnen und logisch denken können. Weiter werden deine kognitiven Fähigkeiten getestet, also beispielsweise, wie gut du dich konzentrieren und dir etwas merken kannst.  

 

In einem weiteren Test stellst du mit dem Joystick und am Touchscreen deine sensomotorischen Fähigkeiten unter Beweis und kontrollierst beispielsweise Flugparameter wie Höhe, Kurs und Geschwindigkeit. Gleichzeitig läuft eine Akustik-Aufgabe, denn deine Fähigkeit zum Multitasking in komplexen Situationen wird im Cockpit oft gefragt sein.  

 

Ob du die Berufsgrunduntersuchung bestanden hast, erfährst du wenige Tage später.

Auswahlstufe 2

DIE GRUPPEN­QUALIFIKATION

Gruppenqualifikation? Mit Gruppe ist hier die Lufthansa Group gemeint. Während die Berufsgrunduntersuchung feststellt, ob du grundsätzlich für die Laufbahn als Pilot geeignet bist, geht es auf der nächsten Stufe vorwiegend darum, ob du die Standards der Lufthansa-Group-Airlines in puncto Verhalten, Teamfähigkeit und Persönlichkeit erfüllst. 

 

Die Gruppenqualifikation (GQ) dauert, in Abhängigkeit von dem Ausbildungsgang, den du anstrebst, 1 Tag (ATPL) bzw. 2 Tage (MPL). Welche Abschnitte dazugehören, siehst du in der Grafik unten. In einer Übung und einem Rollenspiel zeigst du beispielsweise, wie du dich in cockpittypischen Situationen verhältst – allein und im Team. Dabei geht es um das, was du schon kannst, aber auch darum, wie schnell du dazulernst. Wir interessieren uns unter anderem für deine psychomotorischen Fähigkeiten und für deine Reaktionen unter Mehrfachbelastung.

 

Außerdem kannst du dich in einem Interview bewähren. Hier wollen wir mehr herausfinden über deine Sozialkompetenz, dein Führungsvermögen und deine Kommunikationsfähigkeit, um nur drei wichtige Punkte zu nennen. 

 

Wenn du die 2. Stufe auch geschafft hast, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis ins Cockpit eines der größten Luftfahrtkonzerne der Welt: Die Flugmedizinische Tauglichkeitsuntersuchung.

Auswahlstufe 3

DIE FLUGMEDIzINISCHE TAUGLICHKEITS­UNTERSUCHUNG

Keine Sorge: Du musst kein Spitzensportler sein, um im Cockpit zu bestehen. Für deine Eignung setzen wir eine normale Fitness voraus. Es wird überprüft, ob du die medizinischen Voraussetzungen erfüllst. Und das ist klar: Ins Cockpit geht es nur völlig nüchtern. Deshalb musst du dich auch einem Drogenscreening unterziehen. Bei festgestellter Eignung erhältst du das Medical Class 1 der European Aviation Safety Agency (EASA).

Anders als häufig vermutet ist eine Sehschwäche kein grundsätzliches Ausschlusskriterium – es gibt durchaus Piloten, die einige Dioptrienwerte mit einer Brille ausgleichen. Ebenso wie zur Mindest- und Maximalkörpergröße können wir in dieser Sache aber keine pauschalen Aussagen treffen, da ein Fliegerarzt die Tauglichkeit individuell feststellen muss.

DU HAST ES GESCHAFFT!

Nach der erfolgreichen Auswahl hast du die Wahl: Unsere Kurse beginnen über das ganze Jahr verteilt und wir werden versuchen, deinen Wunschtermin für den Kursbeginn zu berücksichtigen. Herzlich willkommen in der European Flight Academy, herzlich willkommen in der Lufthansa Group!

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Bei unseren regelmäßigen Infoevents und Live Chats erfährst du alles rund um die Ausbildung bei der EFA.
Fragen und Antworten

NOCH FRAGEN?

Wie lange dauert die Pilotenausbildung? Wie hoch sind die Kosten? Und muss ich eigentlich besonders sportlich sein?  – Hier findest du das gesammelte Wissen rund um die Ausbildung zum Piloten.

Sind die Berufsgrundunter­suchung und die Gruppenqualifikation bei Nichtbestehen wiederholbar?

Da die Auswahlverfahren für die ATPL- und die MPL-Ausbildung getrennt voneinander stattfinden, haben die Ergebnisse keinen Einfluss auf die jeweils andere Ausbildungsschiene. Die Selektion für den MPL-Kurs, die über das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführt wird, kann nicht wiederholt werden, während die ATPL-Selektion über die interpersonal GmbH nach 24 Monaten wiederholbar ist.

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Wie können die Lebenshaltungs­kosten finanziert werden? Ist es möglich, parallel zur Pilotenausbildung eine Nebentätigkeit auszuüben?

Die Pilotenausbildung ist als Vollzeitbeschäftigung anzusehen. Ein erfolgreicher Abschluss setzt die Fokussierung auf die Ausbildung voraus. Daher raten wir von der Aufnahme einer Nebenbeschäftigung ab.

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Sind die Prüfungen im Rahmen der Ausbildung bei Nichtbestehen wiederholbar?

Die Wiederholung einer Prüfung ist möglich. Wenn jedoch häufiger Prüfungen nicht bestanden werden, ist ein Gespräch zwischen Schüler und Ausbildungsleiter notwendig, um die Ursachen zu erkennen und mögliche Lösungen zu erarbeiten.

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